Die Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft (SpLG) ist bei Schumaneck die kleinste familienanaloge Wohngruppe. Hier werden pro Gemeinschaft maximal 3 Kinder aufgenommen, um zusammen mit einer innewohnenden Fachkraft und weiteren Personen der aufnehmenden Familie zu leben. Häufig handelt es sich bei den SpLG um bereits bestehende Familien, die ein oder mehrere Kinder aus besonderen Lebensverhältnissen aufnehmen. Diese Wohnform in kleiner Familienstruktur ermöglicht einen geborgenen Rahmen und ist daher speziell für kleinere Kinder geeignet.

Folgende Häuser bieten das Wohnen in einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft an: SpLG Wehrbach, SpLG Pfaffenberger, SpLG Driouch, Fachfamilie Moll.

 Zielsetzung:

  • intensive Betreuung in einem kleinen, alters- und geschlechtsgemischten Gruppenverband mit klaren Strukturen
  • beeinträchtigende Faktoren in ihren Zusammenhängen erkennen und erklären
  • Entwicklungen und Veränderungen in diesem Rahmen möglich machen
  • Förderung der Gesamtpersönlichkeit – ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild

Geeignet:

  • Wenn die Kinder und Jugendlichen Beeinträchtigungen aufweisen, sich nicht altersgemäß entwickelt haben oder als fehlentwickelt gelten bzw. sich entsprechend fühlen oder erleben.
  • Wenn die Erziehung oder Entwicklung der Kinder nicht durch stützende oder ergänzende Hilfen in den Herkunftsfamilien und deren Umfeld gewährleistet werden kann.
  • Wenn bei dem jungen Menschen ein Bedarf und Anspruch auf regelmäßige fachliche Förderung im Rahmen eins Familienanalogen angebotes besteht.

 Ungeeignet:

  • wenn eine schwere Traumatisierung durch Inzest im Vordergrund steht
  • wenn eine Pflegefamilie oder Adoption infrage kommt
  • wenn der junge Mensch die Einrichtung ablehnt

 Aufnahmeprozess:

  • Anfrage vom Jugendamt mit kurzer Falldarstellung, telefonisch oder per Mail
  • Anforderung von vertiefenden Berichten und Gutachten
  • Sichtung und fachliche Bewertung durch das Aufnahmeteam
  • Rücksprache mit dem fallverantwortlichen Jugendamt bei offenen Fragen mit Festlegung einer Tendenz
  • Sichtung des Teams des Hauses, in dem eine Aufnahme stattfinden könnte
  • Wenn vonnöten, ein Fachgespräch auf Ebene der Fachkräfte
  • Kennenlernen des jungen Menschen und der Sorgeberechtigten
  • Die Aufnahmeentscheidung fällt – soweit möglich – nach persönlichem Gespräch mit dem Kind und den am Erziehungsprozess beteiligten Personen. Erst wenn alle Beteiligten den Weg in die Einrichtung mitgehen können, werden die Kinder bzw. Jugendlichen aufgenommen. Es sollte absehbar sein, dass sie sich auf ein intensives und kontinuierliches Beziehungsangebot einlassen können und hierzu die „Erlaubnis“ der Herkunftsfamilie erhalten.
  • Bei einer gegenseitigen Entscheidung für eine Aufnahme folgt der Einstieg in den Anbahnungsprozess
  • Im ersten Hilfeplangespräch werden die Erwartungen und Wünsche nochmals koordiniert.
  • Anbahnung, Probewohnen und Zeitraum der Anbahnung können individuell vereinbart werden.

 Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.